SC Blustavia : Wacker Grenchen 2:0 (1:0)
Samstag, 8. Oktober 2011 Mittleres Brühl, Solothurn 50 Zuschauer
SR Ritter Dietmar, SA Fetaj Berat, Dedic Velko
Torschützen: 42. 1:0 Oetterli, 68. 2:0 Brunner
Wacker Grenchen: Allemann, Nolfo, Selkic, Scheller, Corti (75.Male) , Luzubu, Zurschmiede, Vogt (51.Rudolf), Demiri, Sadriji, Elezi
Wacker verliert Verfolgerduell
Wacker verlor nun das dritte Meisterschaftsspiel in Folge. Nachdem der Sieg Oltens vergangene Woche noch neidlos anerkannt werden muss, war die heutige Niederlage absolut unnötig. Blustavia musste vor allem in der ersten Halbzeit schwer untendurch, zeigte sich aber als Meister der Effizienz und machte aus zwei Kontern zwei Tore. Wacker seinerseits holte aus seiner Überlegenheit viel zu wenig heraus und sündigte schwer im Abschluss.
Nach verhaltenem Beginn auf beiden Seiten setzte Wacker in der 8.Min. durch Sadriji ein erstes Ausrufzeichen. Leider erwischte er 5m vor dem Tor die schöne Flanke von Elezi nicht voll und weg war die erste Chance. In der 16.Min. legte Demiri mit der Brust für Elezi ab, dessen schöner Schuss strich knapp am Tor vorbei. Wacker dominierte nun die Partie fast nach Belieben, Blustavia war nur auf Konter aus, die aber die schnellen Spitzen fast nie verwertbar erreichten. Vielmehr waren es wiederum die Gäste, die in der 32.Min. einen schönen Spielzug inszenierte. Corti setzte Elezi mit einem feinen Pass ein, dieser lief bis zur Grundlinie durch und passte in die Mitte, wo der Ball aber von der gegnerischen Verteidigung abgefangen werden konnte. Die beste Chance des Spiels bis anhin zur Gästeführung hatte aber Vogt in der 40.Minute. Von Zurschmiede herrlich in den Rücken der Abwehr freigespielt, scheiterte Vogt aus kurzer Distanz am gegnerischen Torhüter. Auf den darauf folgenden Eckball dann die kalte Dusche für Wacker. Der schnelle Oetterli entwischte mit dem Befreiungsschlag der aufgerückten Gästeabwehr und schob zur Führung für seine Farben ein. Noch vor der Halbzeit hätte Demiri noch den Ausgleich erzielen müssen, doch zögerte er mit dem Abschluss viel zu lange, so dass ein Verteidiger schlussendlich noch klären konnte.
In der zweiten Hälfte war Wacker sofort gewillt, das Spieldiktat an sich zu reissen. Demiri zwang Blusti's Schlussmann mit einem satten Schuss zu einer Parade. In der Folge glich sich das Spiel aber mehr und mehr aus, beidseitig überbot man sich nun mit Fehlpässen. Fairerweise muss erwähnt werden, dass die Platzverhältnisse den Akteuren das Spiel zunehmend erschwerte. Zwingende Torszenen wie in der ersten Hälfte blieben so eigentlich aus. Die Vorentscheidung in der 68.Min. war bezeichnend für die Spielkultur in dieser Phase. Oetterli profitierte von einem Ballverlust Wackers in der Vorwärtsbewegung im Mittelfeld, lancierte gekonnt seinen Sturmpartner Brunner, der sich nicht zweimal bitten liess und gekonnt ins weitere Eck schlenzte. Das Spiel war somit fast zwanzig Minuten vor Schluss eigentlich gelaufen. Wacker schien verständlicherweise demoralisiert und hatte zudem nach den verletzungsbedingten Ausfällen von Corti und Vogt den Verlust von zwei Kämpferherzen zu beklagen. Blustavia erteilte Wacker heute eine Lehrstunde in Sachen Effizienz. Wacker muss nun daran arbeiten, seine fraglos vorhandenen spielerischen Qualitäten in Tore umzusetzen und so wieder auf die Erfolgsspur zurückzukehren.
Peter Mülhauser
Auf http://www.blustavia.ch/ ist ein Matchbericht von Thomas Wälti, mit einigen Fotos illustriert, veröffentlicht. Zu einem späteren Zeitpunkt kann ein Matchvideo angesehen werden. |