Wacker Grenchen : FC Bellach b.O 4:1 (4:0)

Man of the Match: Mead Demiri (Klassischer Hattrick)
Sonntag, 16. Oktober 2011 Riedern, Grenchen 150 Zuschauer
SR Wyler Fritz, SA Ritter Dietmar, Fetaj Besart
Torschützen: 5. Demiri 1:0, 12. Demiri 2:0, 42. Demiri 3:0, 45. Zurschmiede 4:0, 60. 1:4
Wacker Grenchen: Pepshi, Nolfo (88. Male), Scheller, Vogt, Selkic, Schlup, Corti, Luzubu, Zurschmiede (61.Rudolf) Demiri, Sadriji (57.Y.Aebischer)
Wacker gibt sich keine Blösse gegen Bellach.
Wacker behauptet sich mit einem diskussionslosen Sieg gegen Bellach in der Spitzengruppe.
Nach zuletzt durchzogenen Leistungen beherrschte Wacker den heutigen Gegner deutlich und hätte gut und gerne auch weit höher gewinnen können.
Der gute Start wurde allerdings durch die Gäste auch begünstigt, die dem FC Wacker das Führungstor quasi auf dem Tablett servierten. Ein zu kurzer Rückpass geriet in der der 5.Minute zur idealen Vorlage für den aufmerksamen Demiri, der sich diese Offerte nicht nehmen liess und überlegt am chanchenlosen Schlussmann Bellachs vorbei einschieben konnte. Bevor die geschockten Gäste den Tritt wieder fanden, lancierte Wacker einen Angriff über rechts. Demiri spielte den mitgelaufenen Vogt an, der zuerst an Bellachs Torhüter scheiterte, Demiri verwertete den Abpraller aber souverän zum Zweitorevorsprung. Erst nach zwanzig Minuten kam dann Bellach zur ersten nennenswerten Offensivaktion, notabene nicht aus dem Spiel heraus, sondern nach einem Freistoss, den ein Stürmer am ersten Pfosten nicht optimal erwischte und somit nicht richtig gefährlich wurde. Trotzdem hatte Bellach jetzt etwas Morgenluft gewittert und war etwas besser im Spiel. Ein Kopfball auf eine Flanke, die Pepshi keine Mühe bereitete, war allerdings die einzige Ausbeute der harmlosen Gäste. Kurz vor Halbzeit dann das schönste Tor der Partie. Zurschmiede schloss einen flüssigen Angriff mit einem Traumzuspiel auf Demiri ab, der überlegt zu seinem dritten Treffer an diesem Tag einschoss. Doch damit noch nicht genug. Zurschmiede krönte seine gute Leistung an diesem Tag mit einem sehenswerten Heber von der Strafraumgrenze zum klaren Viertorevorsprung seiner Mannschaft. Für die Gäste galt es nun, in der zweiten Halbzeit ein Debakel zu vermeiden und eine Reaktion zu zeigen. Dies gelang auch wenigstens teilweise. In der 54.Minute hatte Wackers Torhüter einen guten Volleyabschluss zu entschärfen und gleich darauf musste er mutig in einen Luftkampf steigen, den er zwar verlor und zu einem Tor für die Gäste führte, das aber richtigerweise wegen Behinderung aberkannt wurde. In der 60.Minute kamen dann die Gäste zum Anschlusstreffer, bezeichnenderweise wieder nach einem stehenden Ball, den ein Gästespieler recht ungehindert einnicken konnte. Nach dem verletzungsbedingten Ausscheiden von Zurschmiede gleich danach verlor das Spiel der Einheimischen merklich an Qualität und angesichts des deutlichen Vorsprungs war auch der berühmte letzte Biss nicht mehr vorhanden. Bellach warf nun alles nach vorne und hätte in der 74.Minute noch einen zweiten Treffer erzielen können. Nach einem Ballverlust im Mittelfeld wurde der Ball schnell in die Spitze gespielt. Scheller lenkte den Abschluss des Stürmers in extremis noch in Corner. In den Schlussminuten hätte Demiri seine heute hervorragende Trefferquote noch toppen können, doch sein Schuss nach schönem Pass von Vogt strich knapp am Tor vorbei.
So blieb es beim diesem klaren Sieg für Wacker, der auch gut und gern noch höher hätte ausfallen können. Die Gäste müssen sich vorwerfen lassen, aus den wenigen ansatzweise vorhanden Gelegenheiten nicht mehr herausgeholt zu haben. Ein Punktgewinn wäre aber nach den gezeigten Leistungen auch nicht verdient gewesen. Ein grosses Lob ist an dieser Stelle auch mal an den Unparteiischen zu richten. Der routinierte Fritz Wyler hatte wie schon oft auch heute wiederholt das sogenannte Gespür für die richtige Entscheidung und zeichnete sich durch eine konsequente und souveräne Spielleitung aus.
Peter Mülhauser |