Wichtiger Sieg in Luterbach!
Sonntag, den 23. Oktober 2011 um 09:32 Uhr

FC Luterbach - FC Wacker Grenchen 0:2 (0:0)

Ein von Personalnot geplagtes Wacker siegt
dank einer tollen Mannschaftsleistung verdient
und festigt die Verfolgerposition in der 2. Liga.

Samstag, 22. Oktober 2011 Schützenmatte, Luterbach

SR Jankovic Jovan, SRA1 Morina Reshit, SRA2 Hajdari Nedzmedin

Torschützen:
79. Demiri 1:0, 93. Demiri  2:0

Gelbe Karte: 26. Sadriji

Wacker Grenchen:
Allemann, Schlup, Scheller, Luzubu, Rudolf, Vogt, Corti, Zurschmiede, Aebischer Y. (67. Bala), Male (75. Elezi), Sadriji (46. Demiri)


Luterbach wehrte sich mit Kampf und Krampf gegen die Niederlage

Pasqualino Gaudiero war im Vorfeld dieses Spiels wahrlich nicht zu beneiden, eine Hiobsbotschaft jagte die andere. So standen bei Anpfiff lediglich 13 Spieler (inklusive Ersatztorhüter Schmid) zur Verfügung. Von diesen 13 Cracks beklagte sich Scheller über Gliederschmerzen, Zurschmiede's Adduktoren spielten verrückt und Schlup's Bänder im Fussgelenk zeigten einen verbesserten aber noch nicht schmerzfreien Zustand. Abwesend war Selkic (Vorkurse für Sportstudium) und nicht von Anfang an zur Verfügung standen Demiri (Arbeit bis 17.00h) und die Junioren A Elezi und Nolfo (Match gegen Solothurn), Beat Lauper sorgte noch vor der Pause für deren Anwesenheit. Herzlichen Danke Beat für den Taxidienst und den Jungs Daniele, Nazim, Nicolas und Syart fürs Aushelfen!

Zur Aufklärung unserer Homepage-Besucher wollen wir die nicht zur Verfügung stehenden Spieler und die Gründe ihrer Abwesenheit erwähnen: Aebischer R. (mit grossem Enthusiasmus im Aufbautraining), Bischof (Knieprobleme), Hochuli (trat in einen rostigen Nagel und entging knapp einer OP), Mühlhauser (schöpferische Pause), Sakiri (vaterländische Zerrung, muss zudem Meniskus operieren), Arifi (sucht sich einen neuen Verein). Bei dieser Gelegenheit wünschen wir allen Verletzten gute Besserung und eine rasche Genesung.

Unter den erwähnten Umständen verhielt sich der Trainer erstaunlich kühl (die schweinekalte Garderobe war daran nicht schuld) und versprühte jede Menge Optimismus, die Tabellenlage des Gegners gab ja etwelchen Anlass dazu. Aber aufgepasst, solche Spiele haben sich schon mehrmals als Stolperstein erwiesen. Die Aufstellung hingegen liess erkennen, dass Wacker, trotz anfänglicher Absenz eines "echten" Stürmers, gewillt war, von Anfang an die Musik zu machen. Dieses Vorhaben gelang, auch dank der soliden und kämpferischen Leistung der "Nochnichtstammspieler".

Das Spiel begann mit einer Trauerminute für den viel zu früh verstorbenen Schiedsrichter Bruno Kronenberg. Unser Beileid gilt den Hinterbliebenen.

Aus der Vergangenheit wissen wir, dass Wacker mit kleineren Fussballplätzen so seine liebe Mühe hat. Nach kurzem Abtasten konnte sich Wacker dieser Aversion entledigen und zeigte flüssigen und erfrischenden Fussball. Man war gewillt, den Ball und Gegner laufen zu lassen. Bereits nach wenigen Minuten zwang Male, Vogt hatte herrlich geflankt, den Luterbacher Keeper zu einer Glanzparade. Sadriji doppelte mit einem seiner gefürchteten Distanzschüsse nach, auch bei dieser Aktion zeigte der Gästetorhüter einen wachen Reflex. Vogt, Corti und Zurschmiede versuchten es mit weiteren Distanzschüssen, was angesichts der Terrainverhältnisse kein leichtes Unterfangen war. Luterbach wehrte sich vehement gegen eine drohende Spieldominanz durch Wacker und versuchte, mangelnde Technik und Spielintelligenz mit Kampf und Krampf wettzumachen. Teilweise durch hartes Einsteigen gelang dies vereinzelt, unsere Jungs liessen sich aber nicht aus dem Tritt bringen. Eine Unachtsamkeit im Mittelfeld Wacker's und eine schöne Kombination bescherte den Luterbachern zwei erfolgsversprechende Angriffe, Allemann und die aufmerksame Verteidigung um Scheller, Luzubu und Co. entschärften die Situation. In der Zwischenzeit hatte man auf der Spielerbank Wacker's mit Erleichterung die Ankunft Demiri's und der Junioren A festgestellt. Mit einem eher schmeichelhaften 0:0 schickte das gute SR-Trio die Teams in die mittlerweile warmen Garderoben.

Ob seiner Leistung unzufrieden, bat Sadriji den Trainer um Auswechslung. Der wohl kompletteste Fussballer in den Reihen Wacker's sucht momentan seine Form. Mergim ist für unser Team als Schlüsselspieler wertvoll und unverzichtbar. Demiri, ein steter Unruheherd in den gegnerischen Verteidigungen, ersetzte den 19-jährigen. Wacker zeigt nun mit dem omnipräsenten Demiri den Willen, Zählbares rauszuholen. Die Maschinerie lief, lediglich das Abschlussglück liess auf sich warten. Ein Weitschuss von Vogt, ein Flachschuss von Demiri aus 25 Metern und ein Kopfball Luzubus auf Flanke Aebischer's vermochten die Bilanz auch nicht aufzupolieren. In der 68. Minute ersetzte Bala den tapfer kämpfenden und oft getretenen Aebischer, kurz darauf lief Elezi für Male auf. Das Warten auf das erlösende Tor mutierte zur Nervenprobe und bei einigen Zuschauern ersetzte das Knabbern gar die Maniküre. Man schrieb bereits die 79. Minute, Demiri erhielt mit einem Freistoss die Gelegenheit, aus zwanzig Metern abzuziehen. Flach und hart ausgeführt, sah sich der gegnerische Goalie bezwungen. Kollektives Aufschnaufen! In der 93. Minute setze Demiri noch Einen drauf. Ein Hochrangiger aus der Vorstandsetage meinte trocken: "Was wosch dr Demiri nünzg Minute lo schinde, e Haubzyt längt jo füeglech!" Spassvogel!

Ein grosses Kompliment dem Team für einen vorbildlichen Auftritt und eine tolle Teamleistung!

Liebe Wackerianer, herzlichen Dank für das zahlreiche Erscheinen in Luterbach. Zum Vorrundenabschluss sehen wir uns gegen Ital Grenchen nächsten Sonntag 10.30h auf der Riedern.

Budi

Übrigens - normalerweise steht am Schluss des Matchberichtes "Peter Mühlhauser". Dem ist heute nicht so, weil Peti am Samstag, alle übrigen Wackerianer standen in Luterbach an der Kälte, sich in wohliger Wärme ein feines Essen und hoffentlich auch was zum Anfeuchten hat kredenzen lassen, dies zum Anlass seines 57sten Geburtstages. Herzliche Gratulation zum Geburtstag Peti!!

 

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