|
1917 Gründungsversammlung am 22. August 1917 (mitten im 1. Weltkrieg!) im Rest. Burgunderhalle mit 28 Mitglieder.
1. Präsident Schmid Dinan, der Vorstand besteht aus 10 Mitgliedern.
1. Vereinsname FC Old - Boys Grenchen, Clubfarbe rot-schwarz.
1. Fussballplatz an der Friedhofstrasse / Lingerizstrasse.
1919 Anmeldung beim SFAV (Schweiz. Fussball- und Athletikverband).
1920 definitive Aufnahme im Verband und Namensänderung auf FC Lindeneck Grenchen. Der „Verpächter“ Girard vermietet ein neues Terrain im Siechenmoos (Solothurnstrasse) zu CHF 630.- pro Jahr.
1922 stellt Häuselmann Walter den Antrag, dass Sitzplätze angeschafft werden. Der Antrag wird abgelehnt.
1924 Der Präsident führt an, dass die Spieler während der Spielzeit das Rauchen und Biertrinken vermeiden sollen.
1926 bekommt der Rivale FC Grenchen ein neues Spielfeld. Wir bemühen uns um das Alte.
1927 schaffen wir uns ein neues, rot-weiss gestreiftes Dress an, Kosten CHF 78.-.
1928 wird beschlossen, aus dem Solothurner Kantonalen Fussballverband auszutreten.
1930 möchte der Kollege Balzan Angelo den Austritt aus dem Verein geben. der Antrag wird abgelehnt.
1931 kann das Heu und das Emdgras für Fr. 110.- verkauft werden. Es wird ein Gesangsquartett gegründet.
1932 Marti gibt Aufschluss über die Bierschulden von Coppis. Er erklärt, dass nach dem Match von Fulgor über 140 Liter Bier bestellt und nicht bezahlt worden sind.
1934 erfolgt eine gewisse Reorganisation des Vereins mit nochmaliger Namensänderung auf SC Wacker (Sportclub Wacker). Der Name wird durch einen Wettbewerb ermittelt und aus 57 ver-schiedenen Einsendungen ausgewählt. Weitere Vorschläge wie Watch-Boys, Moderna und Waldeck haben keine Chance. Auch SC Grenchen (Sport Club Grenchen) wird wegen der Ähnlichkeit mit FC Grenchen vom Verband nicht akzeptiert.
1935 spendet die Brauerei Beauregard 40 Liter Bier. Frau Stauffer schenkt zur Weihnachtsfeier allen Wurst und Brot.
1937 verliest Spikopräsident Mägli ein Schreiben vom FC Bellach betreffend Gründung eines Leberberger Fussballverbandes. Ebenso verliest er ein Schreiben an Bundesrat Minger betreffend Schulthess Emil (WK) und Nichtantreten zum Final in Ipsach. Dem Kauf eines rot-weissen Dress wird zugestimmt: weisser Kragen, rotes Leibchen mit weissen Streifen und Monogramm W in Qualität B.
1938 wird beschlossen einen Trainer anzustellen, da die Trainingsarbeit eines Clubmitgliedes seitens der Spieler schlecht belohnt wird. Präsident Häuselmann bringt die Angelegenheit einer Fusion mit der U.S. Fulgor zur Sprache. Der Angelegenheit wird vorläufig ihren Lauf gelassen. Silvesterfeier: Gesangliche Verstärkung durch Fräulein Krügel CHF 25.-, Tanzmusik «Echo vom Weissenstein» 125.-, Eintritt 45 Rappen.
1939 wird zu Kenntnis genommen, dass der Trainerlohn von CHF 25.- auf 20.- gekürzt wird! Für die im Militärdienst befindlichen Mitglieder wird eine Sammlung durchgeführt, zwecks Verabreichung eines Geschenkes. Der Monatsbeitrag wird ihnen erlassen.
1940 wurde betreffend Benutzung unseres Terrains für Pflanzland durch die Gemeinde beschlossen, die Angelegenheit mit den Behörden noch zu prüfen.
1941 hat laut Bericht des Ammanns die U.S. Fulgor dem S.C. Wacker für die Abwicklung der Spiele das Terrain zur Verfügung zu stellen, und zwar zum Pachtzins den wir effektiv bis heute bezahlt haben, rund 75 Franken.
1942 wird der Sportplatz Bahnhof-Süd ebenfalls umgefahren. Der Rekurs soll abgewiesen worden sein. Mit den Vereinsbehörden des Bürgertum-Vereins Grenchen wird «unterhandelt». Die Verhandlungen mit dem Ammannamt betreffend Sportanlage des Turnvereins führen zu keinem Resultat. Auch die Antwort des FC Lengnau ist noch ausstehend. Für die Benützung des Flugplatzes wird Ad. Schild noch angefragt. Es werden weiter Schreiben an den Verband für Leibesübungen, Bern, und an das Eidg. Militärdepartement Bern, Sektion Vorunterricht, abgeschickt. Es wird bekanntge-geben, dass der Platz (Flugplatz) bereit sei, aber noch gewalzt werden müsse. Der Aero-Club verlangt noch die Versetzung eines Tores.
1943 wird beschlossen, einen Platzfonds zu schaffen. Trainer Zürcher rügt den schlechten Willen der 1. Mannschaft und betont, dass es nicht mehr vorkommen sollte, dass nur 9 Spieler in einem Meisterschaftsspiel auf dem Felde stehen.
1944 hat die Räumung unseres alten Sportplatzes «Riedern» (Sportplatzhütte und Umzäunung) bis spätestens 25. April 1944 zu erfolgen. Um einen «zügigen» Tombolapreis für die Silvesterfeier zu haben, wird beschlossen, ein Reh zu kaufen. Den Auftrag übernimmt Trainer und Grosswildjäger E. Neuhaus.
1945 fordert der FC Grenchen für die Benützung des Terrains pro Saison 1945/46 einen Mehrbetrag von CHF 50.-. Der FC Grenchen kündigt uns das Terrain. Es wird Kontakt mit Bauern aus Bettlach aufgenommen, zwecks eines Terrains. Es wird eine Interessengemeinschaft der Vereine auf dem Platze Grenchen gegründet. Da ein neues Terrain gemietet werden konnte, drängt sich die Wahl eines Platzwartes auf, es ist dies Dubois Willi. Der Baumeister Bernasconi erstellt zum Preise von CHF 50.- eine Umkleidehütte.
1946 wurde das Terrain wieder gekündigt. Der Spielplatz von Röthenmund bei der Gummifabrik dient als Ausweichplatz, bis der Gemeinde-Sportplatz bereit steht. Der Platz beim Gaswerk an der Niklaus-Wengistrasse wird durch die Gemeinde erstellt, welcher noch heute als Ausweich- und Trainingsplatz benützt wird. Erst nach dem Krieg konnte die Gemeinde an den Bau eines Fussballplatzes für die ZUS-Vereine herangehen. Dieser wurde beim Gaswerk Wirklichkeit. Mit den drei bestehenden Militärbaracken bestand auch erstmals die Möglichkeit, sich unmittelbar beim Platz umzuziehen und zu duschen. Vorerst teilten sich die beiden Vereine Wacker und Fulgor den Unterhalt der Anlage. Später kamen noch unsere italienischen Freunde «ITAL» dazu. Die rasche Entwicklung im Fussball brachte es mit sich, dass der Platz dem regen Betrieb nicht mehr gewachsen war und oft fast unspielbar wurde.
1947 glaubt Präsident Schürer ein neues Schema für den Beitragseinzug gefunden zu haben, nämlich in der Form einer Nachnahme. Wegen der grossen Dürre kann der Sportplatz beim Gaswerk nicht benützt werden. Die Saison 47/48 wird an der Flugplatzstrasse gespielt.
1948 kauft der Verein eine Hütte zum Preise von CHF 750.- an einer Steigerung in Solothurn.
1949 « ... Was uns dagegen betrübt, ist, dass der Vorstand seit langem zu einer Entehrung schreiten muss. Dies betrifft das Ehrenmitglied W.W. Er hat sich in den kritischen Tagen unserer II. Mannschaft schmutzig benommen. Er bot dem FC Grenchen und Biberist Geldbeträge an, wenn sie uns eine Niederlage beibringen würden. »
1950 erfolgte die Gründung der IG (Interessengemeinschaft) Riedern durch Wacker, Fulgor, Ital und der SATUS-Männerriege als Bindeglied zur Einwohnergemeinde. Die IG ist verantwortlich für die Kostenaufteilung der Unterhaltskosten und zusammen mit dem Stadtbauamt für die baulichen Belange.
Bild
Derendingen II - Wacker 1:4. Hinten, von links: W. Parel (Präsident), Willi Wullimann, Alfred Fontana, Walter Schlapfer, Kurt Roth, Werner Rüfenacht, Hans Schürer (Trainer), Marcel Raboud (Spiko); vorne: Charles Raemy, Fritz Grünig, René Raboud, Antonio Sinelli (Captain), Kurt Vogt.
1952 erfolgte der Spatenstich zum Bau des neuen Stadions Riedern. Unter der Leitung des Stadtbauamtes wurden in unzähligen Fronstunden durch die Mitglieder der vier Vereine die Drainage für das Fussballfeld, des Feldes für die SATUS-Riege sowie das Fundament für die Umkleideräume ausgehoben. Die weitaus grösste Arbeit verursachte der Bau der inneren Feldbegrenzung mit wasserführenden Röhren zur Bewässerung und schliesslich der Bau der äusseren Umrandung mit vorfabrizierten Pfosten und Platten. Ausser einer alten Betonmaschine standen nur Pickel und Schaufel zur Verfügung. Manche Uhrmacherhand trug schmerzende Schwielen davon.
Einige unserer Vereinsmitglieder Wiesen mehrere 100 Stunden Fronarbeit auf.
Bilder
1956 Einweihung eines der schönsten und grössten Stadien der ZUS-Vereine im Kanton. Im Verlaufe der Zeit wurden durch unsere unermüdlichen Platzwarte ein Unterstand, Anbauten für die Unterbringung des Materials und sogar ein vorzüglicher «Grillofen» errichtet.
1958 wird erstmals ein Grenchner-Grümpelturnier organisiert. Der Restaurantbetrieb während der Trainings und der Wettspiele wird in eigener Regie aufgenommen.
1959 erfolgt die Gründung der Supportervereinigung zwecks Mitfinanzierung der Juniorenabteilung und zur Pflege der Gemütlichkeit. Der Anfangsbestand der Mitglieder betrug 25 mit einem Jahresbeitrag von CHF 24. - Heute besteht diese Vereinigung aus rund 50 Mitgliedern mit einem abgestuften Jahresbeitrag von CHF 50. - für jüngere und CHF 25. - für pensionierte Supporter. Für eine geordnete Durchführung des Trainingsbetriebes während der Wintermonate muss unbedingt nach einer Beleuchtung Ausschau gehalten werden. Der Kynologische Verein besitzt Petrollampen im Wert von CHF 480.- pro Stück, die sich gut eignen sollen. Kamerad Schürer Hans wird beauftragt, der Vorführung beizuwohnen
1964 wurde der Vereinsname nochmals abgeändert auf FC (Fussballclub) Wacker.
1967 wird das 50-Jahr Jubiläum in bescheidenem Rahmen gefeiert.
1972 teilt der Präsident dem Vorstand mit, dass sich S. letzthin in unserem Clublokal schlecht benommen habe, indem er einer weiblichen Person eine Ohrfeige austeilte. Er vertritt die Meinung, dass es sich nicht zieme, dass ein Aktiver der 1. Mannschaft sich so «flegelhaft» benehme und man eine Disziplinarstrafe aussprechen sollte.
1974 erfolgte eine Anpassung der Vereins-Statuten an die neuen Verhältnisse. Wird das 1. Grenchner Firmenturnier um den Pokal des Industrieverbandes Grenchen organisiert. Mit der Mitfinanzierung durch das Sport-Toto konnte auf dem Platz beim Gaswerk eine nur für den Trainingsbetrieb genügende Lichtanlage erstellt werden.
1977 wird mit dem Firmenturnier das 1. Schülerturnier ausgetragen. Das 60. Vereinsjubiläum wird ebenfalls mit obigem Turnier verbunden und gestaltet sich zu einem etwas grösseren Anlass. Nebst Freundschaftsspielen mit den anderen Ortsvereinen findet ein Treffen mit dem bekannten «All Star-Team» gegen eine Grenchner Seniorenauswahl statt. Viele bekannte Gesichter zeigen, dass sie des Restaurantbetriebes.
1978 Erfolgt die Gründung und Erstausgabe des langersehnten Cluborgans als Bindeglied zwischen Verein, Gönner- und Passivmitgliedern sowie den Inserenten (bis Juni 2004 erfolgten 104 Ausgaben).
1986 Erfolgte der Bau eines weiteren Fussballfeldes westlich des Schwimmbades. (1991 mit einer nachtspieltauglichen Lichtanlage versehen). Damit sollte nun ein geregelter Wettspiel- und Trainingsbetrieb für die 3 ZUS-Vereine mit über 20 Mannschaften (inkl. Junioren) garantiert werden können. Die Arbeiten für das Rasenmähen und das Neuansäen werden seit einigen Jahren von der Gemeinde übernommen. Wir danken der Einwohnergemeinde für ihr grosses Verständnis und ihr finanzielles Engagement
1991 erfolgt die Gründung des Club 33 und dieser wartet zugleich mit einer Dressspende für die neue Junioren-C-Mannschaft auf.
1992 findet das 75. Jubiläum in etwas grösserem Rahmen statt, unter anderem mit dem «Trofeo Mexico» mit den Senioren von Grasshoppers Zürich, Küsnacht, Lugano und dem FC Grenchen. Die mittlerweile 18 jährigen Statuten werden überarbeitet.
1996 Erweiterung des Gebäudes um 4 Kabinen inkl. Infrastruktur
1997 Abschluss Erweiterung
1997 10 Jahre Juniorenabteilung FC Wacker (108 Jugendliche)
|