Ein Punkt wäre verdient gewesen
Montag, den 24. Oktober 2011 um 16:46 Uhr

Das erste Kantonsderby zwischen den A-Juniorenteams des FC Solothurn und dem FC Wacker Grenchen war angesagt. Viele Zuschauer säumten
bei herrlichem Fussballwetter den Kunstrasen im Stadion Brühl. Und das Spiel hielt was es versprach.

Beide Teams versteckten sich nicht und spielten von Beginn weg nach vorne. Die Wackerianer versuchten ihren Gegner bereits in der Angriffauslösung zu stören, womit die Hauptstätter sichtlich ihre Probleme bekundeten. Die erste nennenswerte Torchance erarbeitete sich dann aber der FCS nach einem schnell vorgetragenen Konter. Kara scheiterte aber aus spitzem Winkel an Gästehüter Pepshi, welcher geschickt den Winkel verkürzte. Der FCW liess den Ball immer wieder geschickt in den eigenen Reihen zirkulieren um den Gegner aus der Defensive zu locken. Nur einmal zeichnete sich für die Uhrenstädter in der eine ersten halben Stunde eine halbwegs verwertbare Torchance aus dem Spiel heraus ab, als Elezi auf der linken Seite, schön freigespielt, zum Abschluss kam, jedoch aber an Solothurns Torhüter Trittibach scheiterte. Ansonsten sorgten lediglich zwei Freistösse von Elezi und Gedici für Gefahr vor dem dem solothurner Tor. Vorallem der Knaller von Gedici strich nur haarscharf Gehäuse vorbei. Nach Ablauf einer halben Stunde konnte die ansonsten stark aufspielende Wacker Verteidigung den Ball nicht aus der Gefahrenzone befreien. Der Misglückte Befreiungsschlag landete danach bei Burkhalter, welcher aus 16 Metern trocken abzog und Hüter Pepshi keine Abwehrchance liess. Wacker zeigte sich vom Rückstand wenig beeindruckt und wirbelte weiter. Die grösste Ausgleichschance der ersten Halbzeit bot sich Januzaj kurz vor der Pause. Gedici lancierte diesem mit einem sehenswerten Zuspiel hinter die rot-weisse Abwehr. Januzaj kontrollierte den Ball akrobatisch noch in der Luft und verlud die ganze Defensivabteilung inklusive Torhüter. Dem Wacker Stürmer blieb jedoch die Krönung vergönnt. Er traf das leere Tor aus rund 10 Metern nicht!
Auch die zweite Hälfte bot teilweise hohes Niveau. Beide Teams schenkten sich überhaupt nichts. Je länger das Spiel dauerte wurde auch die Gangart härter. Solothurn wusste sich des öfteren nur noch mit Foulspiel gegen die druckvollen Grenchner Angriffe zu helfen. In der 50. Minute schien der Ausgleich Tatsache geworden zu sein, aber der Kofball von Januzaj landete nur am Pfosten und Fetahi scheiterte im Nachschuss am reflexstarken Trittibach. Wacker kannte in der Folge nur noch eine Richtung. In der 70. Minute verpasste der wuchtige Gedici den längst verdienten Ausgleich als er aus aussichtsreicher Position einmal mehr am gegnerischen Schlussmann scheiterte. Solothurn kam in dieser zweiten Hälfte lediglich noch zu zwei nennenswerten Möglichkeiten, welche aber ungenutzt verstrichen.
In der Schlussminute wurde es auf dem Platz nochmals hecktisch als nach einem Foulspiel an Du Buisson dieser Januzaj attackierte, welcher dann seinerseits ebenfalls handgreiflich wurde.
Das erste Derby auf dieser Stufe hielt, was es versprochen hatte mit einem sicher schmeichelhaften Sieg für die Hauptstätter. Der FC Wacker hingegen darf mit dem Gezeigten sehr zufrieden sein. Einziger Wermutstropfen: Ein Punkt wäre absolut verdient gewesen.

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