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Nach der zweiwöchigen Fussballpause wegen Ostern konnten die Spieler der zweiten Mannschaft des FC Wacker Grenchen im Heimspiel gegen Atees Solothurn endlich den nächsten Schritt Richtung Aufstieg tun. Bei wechselhaftem Wetter mit teilweise heftigem Blitz und Donner entwickelte sich das erwartet einseitige und zum Teil auch langweilige Spiel.
Sechs Tore schossen die Wackerianer an diesem Samstagabend. Fünf davon per Kopf. Dies überrascht umso mehr, da die Grenchner in den bisherigen Partien nicht unbedingt als „Kopfballmonster“ auffielen. Als erster stand Valdrin Fetahu nach einer Ecke goldrichtig und nickte ein. Gespielt waren fünf Minuten. Weitere zehn Minuten später versorgte Kevin Zingg im „Nachköpfeln“ eine schöne Flanke von der Seite. Weil die Wacker-Spieler mit ihren Chancen im Minutentakt sehr fahrlässig umgingen, endete die erste Halbzeit mit dem 2:0. Obwohl nicht so viele Fernsehkameras auf das Stadion Riedern gerichtet waren wie in Spanien, erinnerte das Spiel von seinem Charakter her doch ziemlich an die aktuellen Classicos zwischen Real Madrid und dem FC Barcelona. Atees in der Rolle der Madrilenen hatte nur ein Ziel: Den Ball ins Aus zu schiessen oder hoch nach vorne zu spielen. Zudem wurde bei jeder Unterbrechung Zeit geschindet. Wacker besass zu gefühlten 99 Prozent (und tatsächlichen 80 Prozent) den Ball und zog ein schön anzusehendes Kurzpassspiel auf. Ein weiterer Beweis, dass das Spiel dem Classico glich, war die gelb-rote Karte gegen einen Spieler von Atees. Dies wegen Reklamieren… Halbzeit zwei: Nach vielen ausgelassenen Chancen zu Beginn sorgte Kevin Zingg nach 60 Minuten für das dritte Wacker-Tor. Es war dies das einzige per Fuss und sollte es auch bleiben. Zehn Minuten später stieg Sebastian Wendel nach einem Corner am höchsten und traf via Pfosten zum 4:0. Wieder zehn Minuten später – und wieder hatte Wacker viele Chancen ausgelassen – setzte Erard seine Flanke genau auf den Kopf von Moritz Wendel, der keine Mühe hatte, das 5:0 zu erzielen. In den Schlussminuten dann noch das 6:0: Sebastian Wendel spielte den Ball zum aussenstehenden Zingg, der direkt in den Strafraum flankte und wieder S. Wendel fand, der den Ball mit dem Kopf über die Linie drückte. Nach diesem Sieg mit einem halben Dutzend Toren und keinem Gegentreffer warten noch fünf Spiele auf das Team von Wacker. Für den Meistertitel in der 5. Liga braucht es noch zwei Siege.
FC Wacker Grenchen 6:0 (2:0) FC Atees Samstag, 30. April 2011 Stadion Riedern, Grenchen 20 Zuschauer
Torschützen: 5. Fetahu 1:0, 15. Zingg 2:0, 60. Zingg 3:0, 70. S. Wendel 4:0, 80. M. Wendel 5:0, S. Wendel 6:0
Aufstellung: Bumbacher; Niklaus, S. Wendel, Selmani, Aschwanden (46. Zberg); Derendinger (46. Erard), Zumstein (75. Gribi), M. Wendel, Frrokaj; Zingg, Fetahu (46. Demuth) Bemerkungen: Wacker ohne Okoye, Schlup, Corti. 59. Gelb-rote Karte (Atees) |