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Wacker war mit vier Teams zu den Finalspielen angereist. Ausser bei den D-Junioren, für die bereits die Qualifikation für den Cupfinal als kleine Sensation zu werten war, durften sich die A- und B-Junioren berechtigte Hoffnungen auf den Cupsieg machen, waren sie doch als Coca-Cola Ligue-Teams sogar leicht favorisiert. Für die erste Mannschaft schien gegen den 2.Liga-Absteiger Deitingen auch etwas drinzuliegen.
Leider begann der Tag schon mit einer herben Enttäuschung. Die A-Junioren dominierten zwar den Gegner Blustavia über die gesamte Dauer des Spiels, agierten aber zu ideenlos und oft unpräzis. So kam es wie oft im Fussball. Kurz vor Schluss ging Blustavia auf einen der wenigen Konter in Führung und verteidigte diese bis zum Schluss. Bei den D-Junioren kam die hohe Niederlage wie erwähnt gegen ein haushoch überlegenes Solothurner Team nicht überraschend. Erfreulich hier, wie trotz der drückenden Überlegenheit des Favoriten die Mannschaft von Giuseppe Muccio nie aufsteckte, jeder für jeden kämpfte und zeigte, wie viel Teamgeist in dieser Mannschaft steckt. Die nächste Enttäuschung lieferte dann das Team der B-Junioren. Hier war allerdings klar, dass gegen Olten eine Super-Leistung nötig war. Der Gegner galt auf Augenhöhe einzustufen. Trotzdem lief es zuerst recht gut für Wacker, man ging sogar in Führung. Dann war aber schnell der berühmte Ofen aus und es wurde dem Gegner aus Olten das Spieldiktat überlassen und musste sich schliesslich klar geschlagen geben. Die letzte Hoffnung ruhte also nun auf dem Fanion-Team des FC Wacker. Unsere erste Mannschaft, die uns im Verlauf dieser Saison schon so viele Höhepunkte beschert hatte, sollte also nach den enttäuschenden Darbietungen der älteren Junioren wenigsten einen Titel nach Grenchen holen. Leider wurde die Hogdson-Truppe heute vor allem in der ersten Hälfte nicht für den guten Einsatz belohnt. Mehrere hochkarätige Möglichkeiten wurden vergeben und plötzlich nickte Rüetschli, vorher praktisch nicht in Erscheinung getreten, zur Führung für Deitingen ein. Zu diesem Zeitpunkt völlig entgegen dem Spielverlauf und eigentlich unverdient. Es kam aber leider noch schlimmer, als Vogt ebenso unglücklich wie unnötig einen Penalty verschuldete, was den Zweitorevorsprung für Deitingen bedeutete. Der Anschlusstreffer von Sadriji noch vor der Pause weckte zwar nochmals Hoffnung in den Reihen der Wacker-Fans, aber Deitingen liess in der zweiten Hälfte nichts mehr anbrennen. Nach dem vorentscheidenden 3:1 wurden denn bei Wacker auch angeschlagene Leistungsträger ausgewechselt. Ein Zeichen, dass die bevorstehenden Aufstiegsspiele doch noch etwas wichtiger schienen als auf Biegen und Brechen hier noch eine Verlängerung zu erzwingen. Für Deitingen nahm mit dem Cupsieg eine reichlich verkorkste Saison mit Abstieg in die 3.Liga einen halbwegs versöhnlichen Abschluss. Für die erste Mannschaft gilt es nun, rasch zu regenerieren, den Kopf frei zu bekommen, was angesichts der insgesamt guten Leistung von heute nicht schwer fallen sollte. So sollte die Mannschaft mit dem nötigen Selbstvertrauen in die erste Aufstiegspartie vom kommenden Dienstag gehen können, die nun ja aller Voraussicht nach in Derendingen stattfinden wird (Kick-Off 20.00 Uhr).
Peter Mülhauser |